
Georg-Peter Eder erblickte am 8. März 1921 im fränkischen Oberdachstetten das Licht der Welt. Als er 17 Jahre alt war trat er als Fahnenjunker in die Luftwaffe ein und begann am 1. April 1939 seine fliegerische Ausbildung in der Luftkriegsschule Berlin-Gatow. Nach einer Zwischenstation bei der Jagdfliegerschule 1 in Warneuchen kam er zur 1. Gruppe des Jagdgeschwaders 51 an die Kanalküste.
Während der ganzen
Zeit der "Luftschlacht um England" gelang Eder nicht ein einziger Abschuss.
Erst am 22. Juni 1941, inzwischen hatte das Geschwader an die Ostgrenze
des Reiches verlegt, dem ersten Tag des Russlandfeldzuges, gelangen ihm
die ersten beiden Luftsiege.
Am 24. Juli, nachdem er
seinen zehnten Abschuss erzielt hatte, wurde er zum ersten Mal selbst abgeschossen
und schwer verwundet, was einen dreimonatigen Lazarett-Aufenthalt nach
sich zog.
Nach seiner Entlassung kam Eder, bis seine vollständige Frontverwendungsfähigkeit wieder hergestellt war, an die Jagdfliegerschule Zerbst um seine Erfahrungen an die neuen Piloten weiterzugeben.
Am 12. Dezember 1942 stieß er zur 7. Staffel/JG 2 an die Kanalküste.
Im März 1943, inzwischen war Eder Hauptmann und Staffelkapitän der 12. Staffel des "Richthofen-Geschwaders", muss Eder begonnen haben sich mit den Angriffsmöglichkeiten auf die schweren US-Bomber auseinander zu setzen. Die Taktik, die er zusammen mit Egon Mayer entwickelte, bestand darin die Bomber von vorne aus leichter Überhöhung anzugreifen und sollte sich im Verlauf des Krieges als erfolgreich erweisen.
Im Februar 1944 übernahm Georg-Peter Eder das Kommando über die 6. Staffel des JG 1. Dort erhielt er am 24.6.1944 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Ab September 1944 führte er die 2. Gruppe/JG 26. Am 25.11.1944 erfolgte schließlich die Verleihung des 633. Eichenlaubes.
Eder beendete den Krieg als Major und Düsenjäger-Pilot beim JG 7, welches mit der Me 262 ausgerüstet war. Eder gelangen bis Kriegsende 78 Abschüsse, davon waren 36 viermotorige Bomber, sowie die Vernichtung dreier "Sherman" Panzer. Die relativ geringe Zahl seiner Abschüsse begründet sich auf die Tatsache, dass er im Kriegsverlauf insgesamt 17 Mal selbst abgeschossen wurde, 12 mal verwundet wurde und neun Mal mit dem Fallschirm aussteigen musste.
Georg-Peter Eder war vor allem auf Grund seiner ritterlichen Fairness bekannt, manche bezeichnen ihn als den ritterlichsten Jagdfliegern der Luftwaffe. Eder bemühte sich stets nicht die Flugzeugkabine zu treffen sondern den Motor oder die Tragflächen. Eder weigerte sich auch einem angeschossenen Gegner den Fangschuss zu geben, wenn der Gegner keine Möglichkeit hatte sich zu wehren. Natürlich war auch dies ein Grund für die geringe Abschusszahl.