
Otto Kittel, der einmal an
vierter Stelle in der Rangliste der deutschen Jagdflieger stehen sollte,
wurde am 21. Februar 1917 in Kronsdorf, im Sudetenland geboren. Er stieß Ende
1941 zum Jagdgeschwader 54 "Grünherz", welches im Norden der
Ostfront lag. Kittel war damals Oberfeldwebel und kam zur 2. Staffel des
Geschwaders, wo er zunächst Fw 190 flog.
Wie bei vielen der "Experten"
war auch er ein Spätzünder. Er brauchte über ein halbes
Jahr, bis er im Mai 1942 seinen 15. Abschuss melden konnte.
Bis Februar 1943 folgten
lediglich 24 weitere Luftsiege. Erst in diesem Jahr stiegen seine Erfolge
explosionsartig an. Während die Wehrmacht auf dem Boden eine Niederlage
nach der anderen beigefügt bekam, nahmen die Abschusszahlen von Otto
Kittel, sowie anderen Jagdfliegern an der russischen Front schnell zu.
Am 29. Oktober des Jahres
1943 erhielt Kittel anlässlich des 123. Luftsieges das Ritterkreuz
des Eisernen Kreuzes. Bis 14. April 1944 folgten 29 weitere Abschüsse
und brachten Leutnant Kittel das Eichenlaub ein. Die Schwerter bekam er
am 25. November verliehen, nachdem er seinen 230. Abschuss gemeldet hatte.
Gleichzeitig erfolgte auch seine Beförderung zum Oberleutnant.
Oberleutnant Kittel erlebte das Kriegsende nicht. Er stürzte am 14. Februar 1945 auf seinem 583. Feindflug, nach dem Abschuss einer russischen Il-2 "Stormowik", in den Tod.