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Die vermutlich älteste ausgestellte Bf 109 steht im Deutschen Museum
München. Die Maschine (Werknummer 790) wurde 1939 gebaut und begann ihre
Laufbahn bei der 2./J88 in Spanien, wo sie mit dem Kennzeichen 6 o 106 flog.
Da der Bürgerkrieg allerdings zu Ende war,
bevor die Bf 109 zum Einsatz kamen, ging sie in spanischen Besitz über. Bis
1954 flog sie bei verschiedenen Jagdstaffeln der spanischen Luftwaffe.
Willy Messerschmitt, der bei Hispano als Berater tätig war, setzte sich dafür
ein, dass eine Bf 109 ihren Weg in das Deutsche Museum finden sollte. Die
Spanier taten ihm diesen Gefallen und entschieden sich für diese Maschine, die
als letzte noch im Originalzustand erhalten war. 1960 kam die Maschine,
zunächst in den Farben das JG 26 restauriert, nach Deutschland. Ausgestellt
wurde sie allerdings mit dem Werksanstrich und der Kennung AJ + YH.
1974 erhielt sie den Anstrich, den eine Bf 109 des JG 51, die von Werner Mölders
geflogen wurde, trug. In
den Rumpf sind kleine "Schaufenster" eingeschnitten, die einen Blick
in das Innere des Flugzeuges gewähren.
(Fotos von diesem Flugzeug befinden sich in der Galerie)
Die E-3 mit der Werknummer 1190 war im September 1940 der 4./JG 26 zugeteilt
und in Marquise-Est stationiert. Als sie über Beachy Head abgeschossen wurde
trug sie die "weiße 4". Der Pilot, Horst Perez legte machte eine
Bauchlandung. Die Maschine wanderte zunächst nach Farnborough dann tourte sie
durch Kanada und die USA. Im Jahr 1968 ging das Flugzeug, inzwischen stark
ramponiert, nach England zurück, wo ein Privatmann sich daran machte, das
Flugzeug zu restaurieren. Seit dem Jahr 2000 ist sie auf dem Bauch liegend in
einem Notlandungsdiorama ausgestellt. Längere Zeit fehlte die Motorabdeckung.
Erst vor kurzem wurde ihr eine neue Cowling angefertigt und das Flugzeug damit
komplettiert. Zu besichtigen ist das Flugzeug im Imperial War Museum in Duxford.
(Ein Foto von diesem Flugzeug befindet sich in der Galerie)
Das Flugzeug mit der Werknummer 1289 ist im National War Museum in Johannesburg ausgestellt. Es ist unrestauriert und trägt die Schäden, die sie sich bei einer Bruchlandung in Udimor/England zugezogen hat. Sie wurde 1939 mit dem Kennzeichen SH + EA an das JG 26 ausgeliefert, wo sie als "schwarze 2" eingesetzt wurde.
Die in Dübendorf/Schweiz ausgestellte Bf 109 E-3 (Werknummer 2433) wurde 1939 in Regensburg gebaut und an die Schweiz ausgeliefert. Sie war bis 1948 im Einsatz und bewährte sich bis dahin glänzend. Sie trägt die Markierungen der Schweizerischen Fliegertruppe und das Kennzeichen J-355.
Im Battle of Britain Museum in Hendon/England, findet sich die hervorragend
restaurierte Werknummer 4101. Sie wurde 1939 bei Erla in Leipzig gebaut und mit
dem Kennzeichen GH + DX an die 6./JG 52 ausgeliefert, die sie als
"gelbe 8" einsetzte. Später ging sie an die 2./JG 51 nach Wissant, wo
sie eine schwarze 12 als Kennzeichen bekam.
Am 27.11.1940 musste der Pilot Wolfgang Teumer eine Bauchlandung in Manston
machen, nachdem das Flugzeug bei einem Luftkampf schwer beschädigt wurde. Die
Engländer nutzten sie in der Folgezeit ausgiebig zu Tests.
Nach dem Krieg war sie auf mehreren Ausstellungen zu bestaunen, ehe sie das
Imperial War Museum einlagerte. Danach wurde sie mit dem Phantasiekennzeichen
12 + GH in Biggin Hill ausgestellt. Schließlich erfolgte die
Wiederherstellung des Originalzustandes in St. Athan, ehe sie ihren endgültigen
Ausstellungsplatz in Hendon fand.
Das in Mesa/Arizona ausgestellte Flugzeug ist keine original Bf 109. Vielmehr
handelt es sich um eine Hispano HA 1112 M-1L (Werknummer 186), die mit einem DB
601 Motor und unter Verwendung einer originalen Motorverkleidung an das Aussehen
der E-4 angeglichen wurde.
Bei der spanischen Luftwaffe trug sie das Kennzeichen C.4K-122. 1968 erhielt sie
das Kennzeichen G-AWHL und spielte sie im Film "Luftschlacht um
England" mit. Später wurde ihr Aussehen grob an das einer
"Mustang" angeglichen, deren Rolle sie in einem Film über General
Patton spielte.
Im Jahre 1976 kam sie zur Restaurierung nach Günzburg, wo sie flugfähig
restauriert wurde. Sie erhielt die US-Zulassung N109J. Trotz der
Restaurierungsarbeiten erhob sie sich jedoch nicht mehr aus eigener Kraft vom
Boden sondern ging direkt nach Mesa ins Museum.
Neben der erwähnten Bf 109 E-3 besitzt das National War Museum in Johannesburg noch diese F-2. Sie trägt die "weiße 6" der 1./JG 27. Sie wurde 1942 auf einem Feldflugplatz erbeutet. Die Identität der Maschine lässt sich nicht klären, denn sie stand in den fünfziger Jahren auf einem Freiluftlagerplatz und wurde gründlich ausgeplündert. Neben der gesamten Instrumentierung fehlen Teile der Fahrwerksverkleidung und Typenschilder.
Im Mai/Juni 1942 erhielt das JG 5 neue Flugzeuge. Darunter befand
sich auch die Bf 109 F-4/trop mit der Werknummer 10132 (Stammkennzeichen CD + LZ),
die Hauptmann Carganico zugeteilt wurde und damit zur 6./JG 5 gehörte. Am 12.08.1942
erhielt sie bei einem Luftkampf über Murmansk Treffer in Rumpf, Tragflächen und
Ölkühler, sodass Hptm. Carganico über feindlichem Gebiet notlanden musste.
Der Pilot wurde durch einen "Storch" gerettet, sein Flugzeug landete
schließlich im "Museum des Nordens" in Severomorsk.
1995 verkauften die Russen das Flugzeug an die Aero Vintage Ltd. nach England,
wo es in seinen Originalfarben restauriert wurde. Es gehörte zur Philosophie der
Restaurateure, dass die Trefferschäden nicht behoben wurden. Ein Einschussloch
ist zum Beispiel auf einem der Propellerblätter zu sehen.
Im Juni 1999 wurde die Maschine nach Kanada überführt, und ins Canada Aviation Museum
in Ottawa gebracht, wo sie seitdem ausgestellt ist.
(Fotos von diesem Flugzeug befinden sich in der Galerie)
Neben den beiden Flugfähigen Exemplaren der Bf 109 besitzt die
Messerschmitt-Stiftung in Manching auch noch diese Bf 109 G-2. Bei diesem
Flugzeug handelt es sich vom Ursprung her um die Ha 1109 K-1L, Werknummer 54,
die 1948 gebaut wurde. Vermutlich diente sie als Prototyp für die Fertigung der
HA 1112 und als Testflugzeug. Nach der Ausmusterung überlies Hispano das
Flugzeug der Stadt Sevilla, die sie als Attraktion auf einem Kinderspielplatz
ausstellte. Vandalismus lies sie jedoch schnell zu einer Gefahr für spielende
Kinder werden, also ging das Flugzeug 1968 wieder zurück an Hispano.
Auch sie wurde für den Film "Luftschlacht um England" aufgekauft und
mit deutschen Markierungen versehen. Es wurden einige Bodenszenen gedreht, die
jedoch dem Schneidetisch zum Opfer fielen. Für die Aufnahmen wurde sie als
"bauchgelandet" auf einen spanischen Strand gelegt, wo sie nach den
Dreharbeiten liegen blieb und erneut geplündert wurde.
Willy Messerschmitt persönlich erwarb die Maschine von der Filmgesellschaft und
lies sie am 26.4.1968 zerlegen und in Spanien restaurieren und einer Bf 109 E
anpassen, deren Aussehen sie jedoch nie erreichte. 1968 wurde sie von der
deutschen Luftwaffe nach Deutschland transportiert, wo sie zunächst vor der
Hauptverwaltung der MBB aufgestellt war.
Anfang der neunziger Jahre stand sie in einer Halle des Flughafens Augsburg.
1994 kam sie zurück zur MBB. Man hatte durch den Betrieb der fliegenden Bf 109
G-6 genügend Ersatzteile, dass man sich an den Umbau in eine G-2 machte. Sie
erhielt einen nicht funktionsfähigen DB 605 und zunächst einen sandfarbigen
Anstrich, mit dem sie zwischen 1995 und 1997 in der Flugwerft Oberschleißheim
ausgestellt war. 1997 erhielt sie dann einen vorbildgetreuen Tarnanstrich,
jedoch ohne jegliche Kennzeichen. Seitdem ist sie auf wechselnden Ausstellungen
zu sehen.
(Fotos von diesem Flugzeug befinden sich in der Galerie)

Bei der im Luftwaffenmuseum Gatow ausgestellten Bf 109 G-2 handelt es sich um
eine "Schwestermaschine" der oben stehenden G-2 der
Messerschmitt-Stiftung. Auch bei ihr handelt es sich um eine HA 1109 aus
spanischer Produktion. Sie kam, zeitgleich mit der Schwestermaschine, aus Spanien
und fand ihren Platz im Luftwaffenmuseum, das damals noch in Uetersen beheimatet
war. Damals trug sie die Kennzeichen einer Stabsmaschine des JG 2.
Heute präsentiert sie sich - inzwischen zu einer "echten" Bf 109 G-2
umgebaut - mit dem Wüstentarnanstrich und den Kennzeichen von Major Rödel vom
JG 27.
(Fotos von diesem Flugzeug befinden sich in der Galerie)
Eine Bf 109 G-2 befindet sich im Muzej Yugoslovenskog Vazduhplovsta in
Belgrad. Es handelt sich dabei um die Werknummer 14792, die ursprünglich an
Bulgarien geliefert worden war und nach dem Krieg bis Ende der vierziger Jahre
für die jugoslawische Luftwaffe flog.
(Fotos von diesem Flugzeug befinden sich in der Galerie)
Im Luftfahrtmuseum Hannover-Laatzen steht eine weitere Bf 109 G-2. Die
Werknummer lies sich leider nicht mehr feststellen, da das Typenschild nicht
gefunden wurde. Sicher ist aber, dass sie zur I./JG 27 gehörte und mit ihr
zunächst über Afrika, später über Süditalien, in der Nähe von Neapel, zum
Einsatz kam. Beim Einsatz gegen einen alliierten Bomberverband wurde die
Maschine beschädigt und musste bei Sardinien notwassern.
Im Jahre 1988 wurde sie vor Porto Carello aus dem Mittelmeer geborgen und in der
Folge in der Museumswerkstatt restauriert. Nach dem Abschluss der Arbeiten wurde
sie Ende 1992 der Öffentlichkeit vorgestellt und ist seitdem in den Farben des
JG 27 mit dem Kennzeichen "weiße 3" ausgestellt.
(Fotos von diesem Flugzeug befinden sich in der Galerie)
Ihr Dasein am Boden fristet nun auch die Bf 109 G-2, mit der Werknummer 10639, die im September
oder Oktober 1942 in Leipzig bei Erla gebaut wurde. Ihre Übernahme in die
Luftwaffe fand am 13.10.1942 statt. Mit
dem Stammkennzeichen PG + QJ wurde sie am 21.10.42 an die 8./JG 77 übergeben, wo sie als
"schwarze 6" Dienst tat. Über Afrika wurde sie schon im November von
einer Curtis P-40 beschädigt. Ihr Pilot, Heinz Lüdermann, landete in Gambut/Nordafrika,
wo die Maschine am 13.11.1942 in britische Hände fiel. Ein knappes Jahr später
kam die Messerschmitt nach Liverpool und wurde zwischen Februar 1944 und
November 1945 ausgiebig erprobt. Danach wurde sie eingelagert und nur 1953 kurz
ausgestellt.
Im Jahr 1961 sollte sie wieder flugfähig gemacht werden. Diese
Restaurierungsaktion endete aber im Chaos und richtete mehr Schaden an, als der
Luftkampf. Alle möglichen Fremdteile wurden eingebaut, Originalteile
beschädigt und das Projekt schließlich aufgegeben. Mit einem fiktiven Anstrich
ausgestattet wurde die "vergewaltige" Maschine ausgestellt.
1972 machte sich ein anderes Team von Restauratoren ans Werk, die Messerschmitt
endlich wieder in die Luft zu bringen. In Kooperation mit unzähligen Firmen in Europa
gelang das Vorhaben schließlich in den Neunziger Jahren. In ihrem
ursprünglichen Wüstenanstrich und als "schwarze 6" war sie der Star
auf vielen Flugtagen rund um die Welt.
Am 12. Oktober 1997 kam es in Duxford zur Katastrophe, als die Maschine bei einem Absturz
schwer beschädigt wurde. Nur knapp entging das gute Stück der Schrottpresse
und man entschied sich, eine erneute Restauration in Angriff zu nehmen. Obwohl
die Wiederherstellung in praktisch flugfähigen Zustand nun abgeschlossen ist,
wird sich der Jäger wohl nicht mehr in die Lüfte erheben, da das britische
Verteidigungsministerium beschlossen hatte, es von jetzt an als
Ausstellungsstück in ein Museum zu geben.
Am 9. 3. 2002 wurde die "schwarze 6" nach Hendon gebracht, wo sie
derzeit unter der linken Tragfläche einer B-17G, in der Halle des "Bomber
Command" steht. Später soll ihr Umzug in die, in der Entstehung
begriffenen, "Milestones of Flight"-Halle erfolgen.
Die einzig erhaltene Bf 109 G-4, Werknummer 19310, befindet sich
Technik Museum Speyer. Gebaut wurde das Flugzeug Ende Februar/Anfang
März 1943 in Wiener Neustadt. Es erhielt das Stammkennzeichen BH + XN
und wurde an die 4./JG 52 ausgeliefert, wo es als "weiße 3" geflogen
wurde. Als weitere Kennzeichen erhielt die "Gustav" ein rotes Herz und
den Spitznamen "Nesthäkchen". Am 20.3.1943 musste Oberleutnant von Coester
die Maschine wegen eines Motorschadens auf dem Schwarzen Meer notwassern, wobei
er ums Leben kam.
Etwa 1977 erfolgte die Bergung und bis in die Neunziger Jahre stand das Wrack
ungeschützt im Freien, ehe es ein Kanadier aufkaufte. 1996 ging der
Schrotthaufen nach Mailand, wo die Restauration stattfinden sollte.
Aufgrund der langen Lagerung und der daraus resultierenden Korrosion waren viele
Teile unbrauchbar und mussten ersetzt werden.
Am 9. Oktober 1999 wurde das fertig restaurierte "Nesthäkchen" der Öffentlichkeit
präsentiert. Die Traditionsgemeinschaft JG 52 hatte sich bemüht die Maschine
leihweise für ein Jahr nach Deutschland zu holen. Seitdem steht das Flugzeug in Speyer.
Das Technik Museum und die Traditionsgemeinschaft JG 52 bemühten sich lange Zeit den
Kaufpreis zu sammeln, um dieses seltene Stück endgültig nach Deutschland zu holen.
Nachdem es lange Zeit schlecht aussah, was das Gelingen dieser Aktion anging, kam
im Januar 2004 endlich die Frohe Kunde: Bis auf weiteres bleibt das hervorragend
restaurierte Unikat in Speyer.
(Fotos von diesem Flugzeug befinden sich in der Galerie)
Im Jahre 1966 schenkte die spanische Luftwaffe dem USAF Museum in Dayton eine
ihrer Ha 1112 M-1L (Seriennummer C.4K-64, WNr. 113). Sie war zuletzt von der 72. Escuadron
geflogen worden, wo sie die Rumpfnummer 7-44 trug. 1982 begannen der Umbau in eine Me
109 G-5. Dabei kam ein originaler DB 605 A Motor zum Einbau. Der Jäger wurde mit den Markierungen
von Gerhard Barkhorn versehen.
Nachdem das Museum 1999 eine originale Bf 109 G-10 erwerben konnte, wurde die Umbaumaschine zunächst
eingelagert und schließlich im November 2003 verkauft.
Der Käufer war die Fighter Factory in Suffolk/Virginia. Diese ist ja derzeit mit der flugfähigen
Restauration einer Bf 109 E-7 beschäftigt. Auch die G-5 soll flugfähig restauriert werden. Dies
soll möglicherweise sogar in Deutschland erfolgen. Dafür fehlt allerdings noch ein lauffähiger DB 605.
Bei der im Auto Technik Museum Sinsheim stehenden Bf 109 G-6 handelt es sich
ebenfalls um eine umgebaute Ha 1112 M-1L (Werknummer 228). Sie tat bis 1966
Dienst bei der spanischen Luftwaffe und gehörte 1968 zu den 28 Flugzeugen, die
für den Film "Luftschlacht um England" aufgekauft wurden. Später
erhielt sie, wie die oben erwähnte Bf 109 E-4 in Mesa, einen falschen
Bauchkühler und weitere optische Angleichungen an die "P-51" und
spielte im selben Film über General Patton mit, wie die E-4.
1969 kam sie an die Technische Hochschule in Aachen, wo sie in eine G-6 umgebaut
wurde. Zufällig fand sich am gleichen Institut ein passender DB 605 Motor, der
schließlich eingebaut wurde. Sie erhielt den Anstrich der "gelben 4"
der 6./JG 53 aus dem Jahre 1943. Ihre linke Seite ist jedoch blank geblieben und
teilweise aufgeschnitten.
Seit 1987 ist sie im Auto Technik Museum Sinsheim ausgestellt.
(Fotos von diesem Flugzeug befinden sich in der Galerie)
In den Jahren 1943/44 lieferte Messerschmitt insgesamt 160 Bf 109 G-6 an die finnische Luftwaffe. Darunter befand sich auch die Werknummer 165227, die bis 1954 im Einsatz war. Sie trug das Kennzeichen MT-452. Im Jahre 1970 wurde sie restauriert und gehört zum Bestand des Suomen Ilmailumuseo in Helsinki. Ausgestellt ist sie allerdings im Zuge einer Dauerleihgabe auf dem Flugplatz Utti.
Diese Bf 109 (Werknummer 167271) wurde am 26.08.1944 an die finnische Luftwaffe
übergeben und als MT-507 in Dienst gestellt. Da Finnland am 4. September einen
Waffenstillstand mit der UdSSR schloss, kam die MT-507 nur zu 10 Flugstunden,
bevor sie eingemottet wurde. Erst im Juni 1949 wurde sie reaktiviert und blieb
bis 13. März 1954 im Dienst. Damit war sie die letzte im Einsatz befindliche
originale Messerschmitt Bf 109.
Zwischen 1954 und 1970 stand sie mehrmals umlackiert auf dem Fliegerhorst Utii,
bevor sie 1970 restauriert wurde. Seit 1978 gehört sie zum Bestand des
Keski-Suomen Ilmailmuseo in Tikkakoski.
(Ein Bild des Flugzeuges befindet sich in der Galerie)
Die wohl am besten restaurierte Bf 109 ist im National Air and Space Museum zu bewundern. In den Jahren 1972 bis 1974 steckten die Restauratoren eine Menge an Aufwand in den Wiederaufbau dieses Flugzeuges. Es trägt die Kennzeichen der "weißen 2" der III./JG 27 und die aufgemalte Werknummer 160163. Dies ist jedoch keine authentische Nummer, denn das Typenschild und Unterlagen, die die Identität des Jägers klären können, waren lange Zeit unauffindbar. Erst 1997 konnte man sie identifizieren. Es handelte sich um die Werknummer 160756 (Stammkennzeichen KT+LL) "gelbe 4" der 3./JG 4. Auf einem Überführungsflug von Maniago nach Gedi in Italien, setzte sich der Pilot, Uffz. Rene Darbois, von seinem Verband ab und landete das Flugzeug in Santa Maria, wo er es den Alliierten übergab.
Die Bf 109 G-10 mit der Seriennummer 610937 befindet sich im Evergreen
Aviation Museum in McMinnville. Der Rumpf stammt von einer G-14 und hat die
Werknummer 127914, der zum Bau einer G-10 verwendet wurde. Das Flugzeug wurde am
Flugplatz Zeltweg (Österreich) aufgefunden und ging dann zu den Bulgarischen
Luftstreitkräften. 1947 wurde das Flugzeug dann von
der Jugoslawischen Luftwaffe eingesetzt, ehe es am 17.10.1950 aus
dem aktiven Dienst ausschied und zu Ausbildungszwecken an eine technische Schule
abgegeben wurde. Im Jahr 1979 wanderte die G-10 in ein Luftfahrtmuseum in
Belgrad. 1984 wurde das Flugzeug nach England verkauft, 1989 ging es
schließlich an das "Evergreen Aviation Museum", wo es sich noch heute
befindet. 1991 begann eine fünf Jahre andauernde Grundrestauration.
Heute stellt das Museum die Bf 109 G-10 in den Farben Erich Hartmanns aus, der
mit 352 Luftsiegen der erfolgreichste Jagdflieger der Welt ist.
(Ein Bild des Flugzeuges befindet sich in der Galerie)
Als die Alliierten den Flugplatz Neubiberg ereichten, erbeuteten sie unter anderem
auch die Bf 109 G-10 mit der Werknummer 610824. Das Flugzeug gehörte zur 5./JG 52 und
trug die Kennung "schwarze 2".
Nach dem Krieg kam das Flugzeug in das US Air Force Museum in Dayton. Dort entschied
man sich - warum auch immer - trotz eindeutiger Identifizierung des Flugzeuges, die
Lackierung und Markierungen zu ändern, so dass es sich heute als "blaue 4" der JG 300
"Wilde Sau" präsentiert.
Diese Bf 109 G-10/U-4 wurde im Großraum München aufgefunden. Das
Flugzeug mit der Werknummer 611943 ging zunächst nach Cherbourg, wo sie mit anderen Beuteflugzeugen auf einen
Flugzeugträger gebracht und in die USA transportiert wurde. Dort wurde auch die "gelbe 13" unter der Nummer T2-122
umfangreichen Erprobungen unterzogen. Nach Abschluss dieser Tests wurde sie an eine High School abgegeben und
gelangte anschließend in Privatbesitz. 1959 kaufte Ed Maloney das Flugzeug für das spätere "Planes of Fame Museum"
auf. Dort wurde die "gelbe 13" mit wechselnden Anstrichen ausgestellt, ehe sie ihr jetztiges Farbkleid bekam.
(Bilder des Flugzeuges befindet sich in der Galerie)