Bf 109 Restaurationsprojekte



Flugzeug Werknummer Eigentümer Land Ziel
Bf 109 B/V-10a 1010 Bay. Flugzeughistoriker e.V. Deutschland Museumsstück
Bf 109 E-1 Hispano Nr. ??? privat England unbek.
Bf 109 E-1 unbek. unbek. Indien? ???
Bf 109 E-3 1407 Deutsches Technikmuseum Deutschland Museumsstück
Bf 109 E-7 2023 Fighter Factory USA flugfähig
Bf 109 E-7 3523 privat England zum Verkauf
Bf 109 F-4/Z 7504 privat Russland flugfähig(?)
Bf 109 G-1/R2 14141 Flyvehistorik Museum Norwegen Museumsstück
Bf 109 G-2 13605 privat England statisch/zum Verkauf
Bf 109 G-4 Hispano Nr. 139 Me Air Company Albstadt-Degerfeld Deutschland
Bf 109 G-6 163824 Australian War Memorial Australien Museumsstück
Bf 109 G-6 410077(?) privat Australien unbek.
Bf 109 G-6 163306 Luftfahrtmuseum Krakau Polen Museumsstück




Bf 109 B/V-10a

Bei Baggerarbeiten im Jahre 1989 stieß man in Oberschleißheim auf die vergrabenen Reste mehrerer Flugzeuge. Auch eine Rarität aus dem Jahr 1937 war darunter. Es handelt sich dabei um die Bf 109 B/V-10a, Werknummer 1010. Das Flugzeug trug das Kennzeichen D-IAKO. Es befindet sich im Besitz einer Haltergemeinschaft, die unter der Schirmherrschaft der Bayerischen Flugzeug Historiker e.V. derzeit eine Restaurierung durchführt.
Nach der schwierigen Identifizierung des Wracks stellte man fest, dass die Maschine ungefähr zu 80% vollständig war. Der eingebaute Jumo 210 Motor wird allerdings nicht mit der V-10a ausgestellt werden. Er wurde wegen eines Schadens am Kolben an das Deutsche Museum abgegeben. Aus diesem Grund sucht man jetzt nach einem besser erhaltenen Motor, was nicht ganz einfach ist.
Zum derzeitige Status lässt sich nicht viel sagen, da das Restaurierungsteam nicht viele Informationen veröffentlicht. Aus gut unterrichteter Quelle erfuhr adlertag.de aber, dass jetzt (April 2003) der Formenbau abgeschlossen ist und die eigentlichen Restaurierungsarbeiten beginnen können. Die Restauration zieht sich desshelb so lange hin, weil die Restauratoren lediglich in ihrer Freizeit an der Bf 109 arbeiten.
Später soll sie als statisches Ausstellungsstück präsentiert werden. Damit ist dieses Flugzeug die älteste vorhandene Bf 109.


Bf 109 E-1

1987 entdeckte ein englischer Flugzeugsammler das schwer beschädigte Wrack dieser Maschine, die für Feuerlöschübungen verwendet worden war, auf einem spanischen Flugplatz. Sie trägt die Seriennummer C.4K-88. Er transportierte sie nach England, wo sie auf ihre Restaurierung wartet. (Stand 1991)


Bf 109 E-1

Im Jahre 1998 wurde auf einem Lagerplatz der indischen Regierung das Wrack einer Bf 109 E-1 entdeckt. Sie stand noch auf ihren Fahrwerksbeinen und auch die Flügel waren noch montiert. Abgebrochen dagegen waren die Motorträger und der DB 601 Motor selbst lag in einer Ecke des Lagerplatzes. Die Motorabdeckung und die Kabinenhaube fehlten. Mittlerweile sind die Fahrwerksräder gestohlen und die Tragflächen abgebaut, dennoch halten Experten eine Restaurierung in flugfähigen Zustand für möglich.
Das Flugzeug kam 1940/41 aus England als Vorführobjekt nach Hyderabad und wurde dort im Flug gezeigt. Ein Flug endete mit einer Bauchlandung, bei der die Messerschmitt beschädigt wurde.
Die Identität des Flugzeuges lässt sich nicht eindeutig belegen. Eine lückenhafte Beschriftung auf der linken Rumpfseite lässt darauf schließen, dass sie zur 1./JG 77 gehörte und mit ihm am Polenfeldzug teilnahm.
Ein findiger Geschäftsmann, Gireesh Naidu, hatte dem Institut, auf dessen Lagerplatz das Wrack gefunden wurde, dann in einer Nacht und Nebel Aktion einen Tausch angeboten. Er tauschte eine HAL Pushpack, ein Motorrad und ein Auto gegen die Bf 109 ein und transportierte den deutschen Jäger ab. Seit dem fehlt von Gireesh Naidu und dem Flugzeug jede Spur. Gerüchten zufolge soll die "Emil" außer Landes - möglicherweise nach England - gebracht worden sein, wo sie angeblich in flugfähigen Zustand gebracht werden soll. Der eigentliche Eigentümer der 109, die Gulbarga Municipal Corporation wurde bei diesem Tausch nicht gefragt und fühlte sich betrogen. Es bleibt zu warten, was geschieht, wenn das Flugzeug wieder auftauchen sollte.


Bf 109 E-3

Das Deutsche Technikmuseum in Berlin ist im Besitz einer Bf 109 E-3. Das Flugzeug wurde vermutlich bei den Erla Maschinenwerken GmbH in Leipzig gebaut und trägt die Werknummer 1407. Es wurde am 28.11.1939 für die Luftwaffe übernommen und nahm unter anderem mit der II./JG 77 am Norwegenfeldzug teil. Später im Krieg musste das Flugzeug auf einem zugefrorenen See, auf der Halbinsel Kola, notlanden, wo es schließlich versank.
Nach der Bergung im Jahre 1993 fand sich an der rechten Rumpfseite eine rote "5", auf der linken Seite eine schwarze "2", was darauf schließen lässt, dass das Flugzeug bei verschiedenen Einheiten eingesetzt war.
Die Bf 109 wurde in Ungarn restauriert und wird ihren Platz in der neuen Halle des Deutschen Technik Museums in Berlin finden.


Bf 109 E-7

Ein sehr ehrgeiziges Restaurierungsprojekt wurde 2002 in Suffolk,Virgina/USA begonnen. Die "Fighter Factory", die über viel Erfahrung mit der Restauration historischer Flugzeuge verfügt, hat insgesamt 5 Wracks von Bf 109 der Typen E, F und G erworben, die seit 1998 in Russland geborgen wurden. Das am besten erhaltene Wrack ist das einer Bf 109 E-7, Werknummer 2023. Diese Maschine war 1939 ursprünglich als E-3 gebaut und dann zur E-7 umgerüstet worden.
Der Jäger hatte im Frühjahr 1942 zum "Eismeergeschwader" JG 5 gehört. Er trug als Kennzeichen die "schwarze 9" und war am 27.5.1942 bei Murmaschi abgeschossen worden. Der Pilot, Ofw. Walter Sommer, machte eine Bauchlandung, wird aber seitdem vermisst.
Die Restauration bei der Fighter Factory läuft bereits seit einiger Zeit und der Rumpf ist bereits - unter Mithilfe einer osteuropäischen Firma - restauriert worden. Allerdings mussten dafür viele Teile neu hergestellt werden. Dennoch fehlen noch viele technische Unterlagen zur Wiederherstellung der Tragflächen. Dafür ist die Fighter Factory im Besitz eines kompletten Propellers und eines lauffähigen DB 601 Motors. Trotzdem wird noch einige Zeit vergehen, bis sich die E-7 in die Lüfte erheben wird.
(Fotos von diesem Flugzeug befinden sich in der Galerie)


Bf 109 E-7

Eine nahezu perfekt erhaltene Bf 109 E-7 zog Jim Pearce in Russland - im wahrsten Sinne des Wortes - an Land. Es handelt sich um die Maschine mit der Werknummer 3523, Stammkennzeichen CS + AJ der 5./JG 5. Der Pilot, Leutnant Wulf-Dietrich Widowitz, musste sie am 3.4.1942 in der Nähe von Petsamo auf einem zugefrorenen See notlanden, nachdem ihn sein Motor im Stich gelassen hatte. Nach der geglückten Bauchlandung versank das Flugzeug mit dem Einsetzen des Tauwetters im See. Der Pilot fand ein gutes Jahr später den Fliegertod.
Gebaut wurde diese Bf 109 1939 in Warnemünde bei Arado. Damals handelte es sich noch um eine E-1. Erst später erfolgte der Umbau zur E-7.
Wie bereits erwähnt, befindet sich die Maschine in einem außerordentlich guten Zustand. Der Original-Anstrich ist noch weitgehend erhalten und die Zelle weißt kaum Beschädigungen auf. Lediglich die stoffbespannten Ruderflächen und die aus Magnesium hergestellten Teile haben in den vergangenen Jahrzehnten gelitten. Außerdem fanden sich in der Rumpfseite und der Motorabdeckung einige Löcher, die möglicherweise auf Beschuss hindeuten könnten. Dies wäre auch eine Erklärung für den Motorschaden, der Leutnant Widowitz zur Notlandung zwang.
Diese Bf 109 steht zum Verkauf und es dürfte auf Grund des herrausragenden Zustandes wohl nicht lange dauern, bis sich ein Käufer finden wird, um die Maschine wieder aufzupolieren.


Bf 109 F-4/Z

Auch in Russland befindet sich derzeit eine Bf 109 F in Restauration. Da Stalin nach Kriegsende befohlen hatte alle erbeuteten Flugzeuge zu zerstören, dürfte dieses Projekt dazu führen, dass auch in Russland wieder ein komplettes deutsches Flugzeug zu besichtigen sein wird.
Es handelt sich um die Bf 109 F-4/Z mit der Werknummer 7504, die vermutlich im Dezember 1941 bei den Wiener-Neustadt Flugzeugwerken gebaut wurde. Das Flugzeug kam zur 3./JG 3 und erhielt die weiße 10 als Kennzeichen. Geflogen wurde sie von Feldwebel Rudolf Berg, der insgesamt 17 Luftsiege errang.
Am 28.03.1942 erhielt die "weiße 10" Treffer in das Cockpit, die den Piloten töteten. Aus etwa 200 Metern Höhe stürzte sie bei Perfino (nahe Novgorod) in einen Sumpf. Feldwebel Berg wurde namenlos bestattet.
Die Reste seines Flugzeuges wurden 1997 von der russischen Firma ARG geborgen und im Jahr 2002 von Andrey Usov gekauft. Im wesentlichen handelt es sich dabei um das Leitwerk, den Motor, die Propellernabe, das Kabinendach, sowie Teile des Cockpits. Da die Preise für Bf 109-Teile in Russland deutlich niedriger sind als in westlichen Ländern, versucht der ehrgeizige Eigentümer noch weitere Originalteile aufzutreiben. Die wichtigen Teile, wie Zelle und Tragflächen werden allerdings von einer Firma in Moskau neu angefertigt.
Auch an eine flugfähige Restaurierung ist gedacht. Dies hängt aber davon ab, ob sich ein lauffähiger DB 601 E finden lässt, was vermutlich nicht allzu leicht ist.


Bf 109 G-1/R2

Am 11.10.1943 startete Feldwebel Gärtner mit seiner G-1 (W.-Nr.14141) zu einem Werkstattflug. Die "schwarze 6" der 2./JG 5 startete in Sola (Norwegen), dann geriet der Motor in Brand. Fw. Gärtner musste auf dem Meer notlanden und wurde gerettet. Sein Flugzeug versank und wurde am 15.11.1988 geborgen. Heute steht sie in Sola, wo sie für das Flyvehistorik Museum restauriert wird.


Bf 109 G-2

Das wohl bedeutenste erhaltene Flugzeug ist die 2003 in Russland geborgene Bf 109 G-2 mit der Werknummer 13605. Diese "Gustav" ist das Flugzeug von Heinrich Ehrler, mit dem der spätere Kommodore des JG 5 am 21.6.1943 östlich von Babjesero von der russischen Flak abgeschossen wurde. Zu diesem Zeitpunkt war Ehrler Oberleutnant und Kapitän der 6./JG 5. Noch heute sind die Markierungen für 98 Luftsiege am Leitwerk zu erkennen. Den Schäden nach zu urteilen hatte sich die "Gustav" überschlagen. Der Pilot war nach einem heftigen Luftkampf an der Murnau-Bahn mit dem Fallschirm abgesprungen. Ehrler erreichte - zuletzt beim JG 7 - bis zu seinem Tod am 4.4.1945 208 bestätigte Abschüsse. An jenem Tage rammte er - scheinbar absichtlich - einen feindlichen Bomber.
Seine in Russland gefundene Maschine, die von Jim Pearce geborgen wurde, soll nun verkauft werden. Das Geld will Pearce in die Restaurierung seiner Fw 189 stecken.
Das Flugzeug befindet sich derzeit in Deutschland, wo es von der Firma Flugwerk restauriert wird.


Bf 109 G-4 "rote 7" (Me Air Company/Deutschland)

Meistens stehen hinter derart großen Restaurationsprojekten, wie die Wiederherstellung eines Oldtimers in flugfähigen Zustand nun einmal ist, größere Firmen, die sich diese Flugzeuge als "Traditionsflugzeuge" halten. Nicht so im Fall dieser Messerschmitt Bf 109 G-4. Die Restauration ist völlig privat finanziert und durchgeführt. Das ist umso bemerkenswerter, wenn man den immensen Kostenaufwand betrachtet.
Eigentlich handelt es sich bei diesem Flugzeug um kein "echtes Original", denn die Basis für diese Restauration war die Ha 1112 M-1L mit der Werknummer 139, die schon im Film "Luftschlacht um England" mitspielte. Gebaut wurde das Flugzeug 1950 bei Hispano in Spanien. Es wurde jedoch erst acht Jahre später mit der Dienstnummer C.4K-75 in Dienst gestellt. Über das weitere "Leben" bei der spanischen "Ejercito del Aire" ist wenig bekannt, vermutlich kam diese "Buchon" aber auch beim Ifni-Konflikt in Nordafrika zum Einsatz. 1965 endete die Dienstzeit der Maschine und so stand sie drei Jahre in Tablada auf einem Flugplatz, ehe sie für den Film "Luftschlacht um England" gekauft wurde und schließlich für die Dreharbeiten optisch an das Aussehen einer Bf 109 E-4 angeglichen wurde. Im Film trug sie unter anderem die Kennzeichen "gelbe 11" und "rote 14". Im gleichen Jahr sollte die Maschine noch in einem weiteren Film auftreten und dort eine P-51 Mustang darstellen. Sie erhielt eine angenietete Bauchkühlerattrappe, wurde aber vor Beginn der Dreharbeiten bei einem Startunfall beschädigt. Später ging die Maschine zunächst nach England, dann in die USA, wo sie bis 1986 komplett überholt wurde. Beim ersten Testflug allerdings ging das Flugzeug zu Bruch und wurde später grob an eine Bf 109 G angeglichen in einen statischen Ausstellungszustand versetzt. 1994/95 ging die lädierte "Buchon" nach Frankreich und landete schließlich in Augsburg, wo sie eigentlich wieder flugfähig gemacht werden sollte. Der französische Eigentümer jedoch kapitulierte vor dem hohen Aufwand und stellte die Trümmer zum Verkauf.
Im Oktober 1997 erfuhren die heutigen Eigentümer von diesem Flugzeugwrack und entschlossen sich spontan zum Kauf. Einen lauffähigen DB 605 Motor hatte der Initiator bereits. Beim näheren Hinsehen stellte sich heraus, dass der Rumpf komplett neu gebaut werden musste. Lediglich Cockpitteile, die Holmbrücke und weitere Kleinteile konnten verwendet werden. Natürlich waren hierbei auch Spezialisten aus England und Italien am Werk, die Teile und Komponenten neu angefertigt haben. So kamen die Rohteile des Hinterrumpfes aus England und das Seitenleitwerk wurde von AERA, die bereits das "Nesthäkchen" restauriert hatten, geliefert. Die Tragflächen wurden neu bespannt und schließlich kam ein Höhenleitwerk einer bauchgelandeten "Gustav" zum Einbau. In mühevoller Kleinarbeit wurden die Röhrchen der Kühler gereinigt, konserviert und wieder eingebaut. Die Motorhaube war die einer G-4, obwohl das Team zunächst eine G-6 hatte aufbauen wollen. Für die G-4 sprachen aber das Fehlen der "Beulen" und die daraus resultierende bessere Sicht nach vorne. Auch der Kühler ist nicht originalgetreu, denn aus Gründen der Betriebssicherheit hatte man sich für den höheren Kühler entschieden, wie er in der G-10 zum Einbau kam.
Im Januar 2004 wurde schließlich der DB 605 eingebaut und lief sofort fast störungsfrei. Im Juni begann die Bodenerprobung, die nach einigen Nachbesserungen mit der Erteilung der Vorläufigen Verkehrszulassung abgeschlossen wurde. Die Flugerprobung übernahm Walter Eichhorn, der ja auch die G-6 und G-10 der Messerschmitt Stiftung pilotiert. Er erhob sich mit ihr am 23. August 2004 zum Erstflug.
Da dieses Projekt unter absoluter Geheimhaltung durchgeführt wurde, war die offizielle Vorstellung am 8. Oktober in Degerfeld eine Art Paukenschlag. Stolz präsentierten die Eigentümer bei schönem Wetter ihre Bf 109, die sich später mit ihrem weißen Rumpfband und der leuchtenden roten 7 zum Vorführflug in die Luft schwang.
Am 16.07.2005 setzte Siggi Knoll nach einem kurzen Flug zur Landung in Albstadt an. Es war der 105. Flug dieser 109. Die Landung missglückte gründlich, denn das Flugzeug setzte so schräg auf, dass es mit einer Tragfläche Bodenberührung bekam. In der Folge knickte das Fahrwerk ein, der Motor riss heraus und blieb ein ganzes Stück abseits der verunglückten Maschine liegen. Eine Katastrophe. Der Pilot kam allerdings ohne Blessuren davon. Nach einem nur kurzen Schock gaben die Eigentümer bekannt, dass sie sich noch einmal an den flugfähigen Wiederaufbau machen wollten. Der Schaden, so sickerte über ein Flugzeugforum durch, soll zudem auch nicht ganz so schlimm sein, wie er auf den ersten Blick schien. Dennoch wird dringend Geld für den Wiederaufbau gebraucht. Spenden bitte an: "Wiederaufbau der Me 109", Kto. 1134297991 bei der Sparkasse Zollernalb BLZ 653 512 60. Die Internet-Seite der Besitzer finden Sie in der Kategorie "Links". (Fotos von diesem Flugzeug befinden sich in der Galerie)


Bf 109 G-6 (Australien)

Die Bf 109 mit der Werknummer 163824 wurde 1944, als eine der letzten der Baureihe G-6, in Regensburg gefertigt. Sie wurde in Puchhof eingeflogen und wurde im Verlauf des Jahres beschädigt. Zu welcher Einheit diese Maschine gehörte ist bis heute unbekannt. Im Dezember 1944 wurde sie im Reparaturwerk "Ludwig Hansen & Co." umgebaut, was anhand des Vermerks "M.C.Y. 31.12.1944" nachweisbar ist.
Im Zuge dieser Umbaumaßnahmen erhielt sie eine neue rechte Tragfläche, ein neues Leitwerksegment und eine geänderte Motorverkleidung.
Das Flugzeug fiel nach dem Krieg den Engländern in die Hände, die das Flugzeug in Eggebek vorfanden. Von dort ging die Maschine zunächst nach England, schon 1946 allerdings - zusammen mit einer Me 163 - traf sie als Geschenk in Melbourne ein. Bis 1954 waren die beiden Warbirds eingelagert, dann kamen sie zur Sammlung des Australian War Memorial. Über die Geschichte der beiden Flugzeuge waren keinerlei Dokumente vorhanden, daher lässt sich ihre Identität nur schwer klären.
Aus Platzmangel wurde die Bf 109 zum Preis von 100 Australischen Pfund an einen Fluglehrer verkauft. Bald darauf kaufte Sid Marshall die Messerschmitt. Nach dessen Tod 1975 erwarb ein britischer Sammler das seltene Stück für 100000 $ und versuchte es nach England zu bringen. Australische Exportgesetze setzten diesem Vorhaben aber schnell ein Ende und das Flugzeug wurde in Sydney eingelagert.
Nach langem Rechtsstreit wurde das Flugzeug 1987 schließlich erneut dem Australian War Memorial zugesprochen, mit der Auflage es zu restaurieren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Im Jahre 2002 begannen die umfangreichen Restaurierungsarbeiten, die bis Dezember 2003 abgeschlossen werden sollen. Viel Mühe wurde in die Säuberung und Konservierung des noch aus Zeiten des 2. Weltkriegs stammenden Anstriches investiert. Weiterhin wurde ein Teil der Kabinenverglasung erneuert und ein neues Spornrad eingesetzt. Die teilweise radioaktiven Instrumentenbestandteile wurden ausgebaut und ausgetauscht. Bis auf die fehlende Bewaffnung ist das Flugzeug also komplett.
Die "Gustav" wird ihren Platz in einer Ausstellung über den Luftkrieg über Europa mit einer Avro Lancaster, einer Me 262 und einer 8,8 cm Flak 36 finden.
Die 163824 ist weltweit die einzige Bf 109, die noch ihren originalen Anstrich trägt. (Stand März 2003)


Bf 109 G-6 (Australien)

Eine weitere Bf 109 G-6 wird derzeit in Australien restauriert. Die Klärung der Identität gestaltete sich schwierig. Es war bekannt, dass das Stammkennzeichen mit "R" begonnen hat und sie Markierungen eines Technischen Offiziers in einem Geschwaderstab trug. Bekannt war auch, dass sie auf einem See bei Pskov/Russland notgelandet und 1990 geborgen worden war. Nach umfangreichen Nachforschungen kam man zur Vermutung, dass es sich um die Werknummer 410077 handelt, die Ende September bei Erla gebaut wurde und das Kennzeichen RK + FY erhielt. 
Weiterhin bekannt ist, dass im Februar eine von Flak-Splittern beschädigte Bf 109 G-6 auf jenem See notlandete. Da eine Bergung des Jägers durch die Feindlage unmöglich war beschossen die deutschen Truppen das Flugzeug, ehe es schließlich im See versank.
Auch die Verbandszugehörigkeit und der Pilot bleiben Spekulationen. Wahrscheinlich gehörte die Maschine zum Geschwaderstab oder zum Stab der 4. Gruppe des JG 54. 
Derzeit befindet sich das Flugzeug im Besitz von D. Prewett in West Heidelberg/Australien. (Stand Januar 2002)


Bf 109 G-6 (Polen)

Bei einem Übungsflug am 28.05.1944 stürzte die G-6 mit der Werknummer 163306 "rote 3" in einen See in der Nähe des Flugplatzes Gebbert (heute Jaworz) ab, wobei der Pilot, Feldwebel Ernst Pleines ums Leben kam. Das Flugzeug gehörte zur Jagdgruppe West.
Im Juni 1999 wurde die Maschine durch die Flugstiftung "Polnische Adler" geborgen. Sie befand sich in einem überraschend guten Zustand. Nach ihrer Restaurierung sollte sie Teil einer Ausstellung der Stiftung werden. Derzeit befindet sie sich im Besitz des Luftfahrtmuseums in Krakau.