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Bei Baggerarbeiten im Jahre 1989 stieß man in Oberschleißheim auf die
vergrabenen Reste mehrerer Flugzeuge. Auch eine Rarität aus dem Jahr 1937 war
darunter. Es handelt sich dabei um die Bf 109 B/V-10a, Werknummer 1010. Das Flugzeug
trug das Kennzeichen D-IAKO. Es befindet sich im
Besitz einer Haltergemeinschaft, die unter der Schirmherrschaft der Bayerischen
Flugzeug Historiker e.V. derzeit eine Restaurierung durchführt.
Nach der schwierigen Identifizierung des Wracks stellte man fest, dass die Maschine ungefähr
zu 80% vollständig war. Der eingebaute Jumo 210 Motor wird allerdings nicht mit der V-10a
ausgestellt werden. Er wurde wegen eines Schadens am Kolben an das Deutsche Museum abgegeben.
Aus diesem Grund sucht man jetzt nach einem besser erhaltenen Motor, was nicht ganz einfach ist.
Zum derzeitige Status lässt sich nicht viel sagen, da das Restaurierungsteam nicht viele
Informationen veröffentlicht. Aus gut unterrichteter Quelle erfuhr adlertag.de aber, dass jetzt
(April 2003) der Formenbau abgeschlossen ist und die eigentlichen Restaurierungsarbeiten beginnen
können. Die Restauration zieht sich desshelb so lange hin, weil die Restauratoren lediglich in
ihrer Freizeit an der Bf 109 arbeiten.
Später soll sie als statisches Ausstellungsstück präsentiert werden. Damit ist dieses
Flugzeug die älteste vorhandene Bf 109.
1987 entdeckte ein englischer Flugzeugsammler das schwer beschädigte Wrack dieser Maschine, die für Feuerlöschübungen verwendet worden war, auf einem spanischen Flugplatz. Sie trägt die Seriennummer C.4K-88. Er transportierte sie nach England, wo sie auf ihre Restaurierung wartet. (Stand 1991)
Im Jahre 1998 wurde auf einem Lagerplatz der indischen Regierung das Wrack
einer Bf 109 E-1 entdeckt. Sie stand noch auf ihren Fahrwerksbeinen und auch
die Flügel waren noch montiert. Abgebrochen dagegen waren die Motorträger und
der DB 601 Motor selbst lag in einer Ecke des Lagerplatzes. Die Motorabdeckung
und die Kabinenhaube fehlten. Mittlerweile sind die Fahrwerksräder gestohlen und
die Tragflächen abgebaut, dennoch halten Experten eine Restaurierung in flugfähigen
Zustand für möglich.
Das Flugzeug kam 1940/41 aus England als Vorführobjekt nach Hyderabad und wurde
dort im Flug gezeigt. Ein Flug endete mit einer Bauchlandung, bei der die Messerschmitt
beschädigt wurde.
Die Identität des Flugzeuges lässt sich nicht eindeutig belegen. Eine lückenhafte
Beschriftung auf der linken Rumpfseite lässt darauf schließen, dass sie zur 1./JG 77
gehörte und mit ihm am Polenfeldzug teilnahm.
Ein findiger Geschäftsmann, Gireesh Naidu, hatte dem Institut, auf dessen Lagerplatz das Wrack gefunden wurde,
dann in einer Nacht und Nebel Aktion einen Tausch angeboten. Er
tauschte eine HAL Pushpack, ein Motorrad und ein Auto gegen die Bf 109 ein und transportierte den deutschen Jäger ab.
Seit dem fehlt von Gireesh Naidu und dem Flugzeug jede Spur. Gerüchten zufolge soll die "Emil" außer Landes -
möglicherweise nach England - gebracht worden sein, wo sie angeblich in flugfähigen Zustand gebracht
werden soll. Der eigentliche Eigentümer der 109, die Gulbarga Municipal Corporation wurde bei diesem
Tausch nicht gefragt und fühlte sich betrogen. Es bleibt zu warten, was geschieht, wenn das Flugzeug
wieder auftauchen sollte.
Das Deutsche Technikmuseum in Berlin ist im Besitz einer Bf 109 E-3. Das
Flugzeug wurde vermutlich bei den Erla Maschinenwerken GmbH in Leipzig gebaut
und trägt die Werknummer 1407. Es wurde am 28.11.1939 für die Luftwaffe
übernommen und nahm unter anderem mit der II./JG 77 am Norwegenfeldzug teil.
Später im Krieg musste das Flugzeug auf einem zugefrorenen See, auf der
Halbinsel Kola, notlanden, wo es schließlich versank.
Nach der Bergung im Jahre 1993 fand sich an der rechten Rumpfseite eine rote
"5", auf der linken Seite eine schwarze "2", was darauf
schließen lässt, dass das Flugzeug bei verschiedenen Einheiten eingesetzt war.
Die Bf 109 wurde in Ungarn restauriert und wird ihren Platz in der neuen Halle
des Deutschen Technik Museums in Berlin finden.
Ein sehr ehrgeiziges Restaurierungsprojekt wurde 2002 in Suffolk,Virgina/USA
begonnen. Die "Fighter Factory", die über viel Erfahrung mit der
Restauration historischer Flugzeuge verfügt, hat insgesamt 5 Wracks von Bf 109
der Typen E, F und G erworben, die seit 1998 in Russland geborgen wurden. Das am
besten erhaltene Wrack ist das einer Bf 109 E-7, Werknummer 2023. Diese Maschine
war 1939 ursprünglich als E-3 gebaut und dann zur E-7 umgerüstet worden.
Der Jäger hatte im Frühjahr 1942 zum "Eismeergeschwader" JG 5
gehört. Er trug als Kennzeichen die "schwarze 9" und war am 27.5.1942
bei Murmaschi abgeschossen worden. Der Pilot, Ofw. Walter Sommer, machte eine
Bauchlandung, wird aber seitdem vermisst.
Die Restauration bei der Fighter Factory läuft bereits seit einiger Zeit und
der Rumpf ist bereits - unter Mithilfe einer osteuropäischen Firma - restauriert
worden. Allerdings mussten dafür viele Teile neu hergestellt werden. Dennoch
fehlen noch viele technische Unterlagen zur Wiederherstellung der Tragflächen.
Dafür ist die Fighter Factory im Besitz eines kompletten Propellers
und eines lauffähigen DB 601 Motors. Trotzdem wird noch einige Zeit vergehen,
bis sich die E-7 in die Lüfte erheben wird.
(Fotos von diesem Flugzeug befinden sich in der Galerie)
Eine nahezu perfekt erhaltene Bf 109 E-7 zog Jim Pearce in Russland - im wahrsten Sinne
des Wortes - an Land. Es handelt sich um die Maschine mit der Werknummer 3523, Stammkennzeichen CS + AJ der 5./JG 5.
Der Pilot, Leutnant Wulf-Dietrich Widowitz, musste sie am 3.4.1942 in der Nähe von Petsamo auf einem zugefrorenen
See notlanden, nachdem ihn sein Motor im Stich gelassen hatte. Nach der geglückten Bauchlandung versank das Flugzeug
mit dem Einsetzen des Tauwetters im See. Der Pilot fand ein gutes Jahr später den Fliegertod.
Gebaut wurde diese Bf 109 1939 in Warnemünde bei Arado. Damals handelte es sich noch um eine E-1. Erst später erfolgte
der Umbau zur E-7.
Wie bereits erwähnt, befindet sich die Maschine in einem außerordentlich guten Zustand. Der Original-Anstrich ist
noch weitgehend erhalten und die Zelle weißt kaum Beschädigungen auf. Lediglich die stoffbespannten Ruderflächen und die
aus Magnesium hergestellten Teile haben in den vergangenen Jahrzehnten gelitten. Außerdem fanden sich in der Rumpfseite
und der Motorabdeckung einige Löcher, die möglicherweise auf Beschuss hindeuten könnten. Dies wäre auch eine Erklärung
für den Motorschaden, der Leutnant Widowitz zur Notlandung zwang.
Diese Bf 109 steht zum Verkauf und es dürfte auf Grund des herrausragenden Zustandes wohl nicht lange dauern, bis sich ein
Käufer finden wird, um die Maschine wieder aufzupolieren.
Auch in Russland befindet sich derzeit eine Bf 109 F in Restauration. Da Stalin
nach Kriegsende befohlen hatte alle erbeuteten Flugzeuge zu zerstören, dürfte dieses Projekt
dazu führen, dass auch in Russland wieder ein komplettes deutsches Flugzeug zu besichtigen sein wird.
Es handelt sich um die Bf 109 F-4/Z mit der Werknummer 7504, die vermutlich im Dezember 1941 bei
den Wiener-Neustadt Flugzeugwerken gebaut wurde. Das Flugzeug kam zur 3./JG 3 und erhielt die weiße 10 als
Kennzeichen. Geflogen wurde sie von Feldwebel Rudolf Berg, der insgesamt 17 Luftsiege errang.
Am 28.03.1942 erhielt die "weiße 10" Treffer in das Cockpit, die den Piloten töteten. Aus etwa
200 Metern Höhe stürzte sie bei Perfino (nahe Novgorod) in einen Sumpf. Feldwebel Berg wurde namenlos
bestattet.
Die Reste seines Flugzeuges wurden 1997 von der russischen Firma ARG geborgen und im Jahr 2002 von
Andrey Usov gekauft. Im wesentlichen handelt es sich dabei um das Leitwerk, den Motor, die
Propellernabe, das Kabinendach, sowie Teile des Cockpits. Da die Preise für Bf 109-Teile in Russland
deutlich niedriger sind als in westlichen Ländern, versucht der ehrgeizige Eigentümer noch weitere
Originalteile aufzutreiben. Die wichtigen Teile, wie Zelle und Tragflächen werden allerdings
von einer Firma in Moskau neu angefertigt.
Auch an eine flugfähige Restaurierung ist gedacht. Dies hängt aber davon ab, ob sich ein lauffähiger
DB 601 E finden lässt, was vermutlich nicht allzu leicht ist.
Am 11.10.1943 startete Feldwebel Gärtner mit seiner G-1 (W.-Nr.14141) zu einem Werkstattflug. Die "schwarze 6" der 2./JG 5 startete in Sola (Norwegen), dann geriet der Motor in Brand. Fw. Gärtner musste auf dem Meer notlanden und wurde gerettet. Sein Flugzeug versank und wurde am 15.11.1988 geborgen. Heute steht sie in Sola, wo sie für das Flyvehistorik Museum restauriert wird.
Das wohl bedeutenste erhaltene Flugzeug ist die 2003 in Russland geborgene Bf 109 G-2 mit der
Werknummer 13605. Diese "Gustav" ist das Flugzeug von Heinrich Ehrler, mit dem der spätere Kommodore des JG 5
am 21.6.1943 östlich von Babjesero von der russischen Flak abgeschossen wurde. Zu diesem Zeitpunkt war Ehrler
Oberleutnant und Kapitän der 6./JG 5. Noch heute sind die Markierungen für 98 Luftsiege am Leitwerk zu erkennen.
Den Schäden nach zu urteilen hatte sich die "Gustav" überschlagen. Der Pilot war nach einem heftigen Luftkampf
an der Murnau-Bahn mit dem Fallschirm abgesprungen. Ehrler erreichte - zuletzt beim JG 7 - bis zu seinem Tod
am 4.4.1945 208 bestätigte Abschüsse. An jenem Tage rammte er - scheinbar absichtlich - einen feindlichen Bomber.
Seine in Russland gefundene Maschine, die von Jim Pearce geborgen wurde, soll nun verkauft werden. Das Geld
will Pearce in die Restaurierung seiner Fw 189 stecken.
Das Flugzeug befindet sich derzeit in Deutschland, wo es von der Firma Flugwerk restauriert wird.
Meistens stehen hinter derart großen Restaurationsprojekten, wie die Wiederherstellung eines
Oldtimers in flugfähigen Zustand nun einmal ist, größere Firmen, die sich diese Flugzeuge als "Traditionsflugzeuge" halten.
Nicht so im Fall dieser Messerschmitt Bf 109 G-4. Die Restauration ist völlig privat finanziert und durchgeführt.
Das ist umso bemerkenswerter, wenn man den immensen Kostenaufwand betrachtet.
Eigentlich handelt es sich bei diesem Flugzeug um kein "echtes Original", denn die Basis für diese Restauration war
die Ha 1112 M-1L mit der Werknummer 139, die schon im Film "Luftschlacht um England" mitspielte. Gebaut wurde das Flugzeug
1950 bei Hispano in Spanien. Es wurde jedoch erst acht Jahre später mit der Dienstnummer C.4K-75 in Dienst gestellt.
Über das weitere "Leben" bei der spanischen "Ejercito del Aire" ist wenig bekannt, vermutlich kam diese "Buchon" aber
auch beim Ifni-Konflikt in Nordafrika zum Einsatz. 1965 endete die Dienstzeit der Maschine und so stand sie drei Jahre in Tablada
auf einem Flugplatz, ehe sie für den Film "Luftschlacht um England" gekauft wurde und schließlich für die Dreharbeiten
optisch an das Aussehen einer Bf 109 E-4 angeglichen wurde. Im Film trug sie unter anderem die Kennzeichen "gelbe 11" und "rote 14".
Im gleichen Jahr sollte die Maschine noch in einem weiteren Film auftreten und dort eine P-51 Mustang darstellen. Sie erhielt eine
angenietete Bauchkühlerattrappe, wurde aber vor Beginn der Dreharbeiten bei einem Startunfall beschädigt. Später ging die Maschine
zunächst nach England, dann in die USA, wo sie bis 1986 komplett überholt wurde. Beim ersten Testflug allerdings ging das Flugzeug
zu Bruch und wurde später grob an eine Bf 109 G angeglichen in einen statischen Ausstellungszustand versetzt. 1994/95 ging die
lädierte "Buchon" nach Frankreich und landete schließlich in Augsburg, wo sie eigentlich wieder flugfähig gemacht werden sollte.
Der französische Eigentümer jedoch kapitulierte vor dem hohen Aufwand und stellte die Trümmer zum Verkauf.
Im Oktober 1997 erfuhren die heutigen Eigentümer von diesem Flugzeugwrack und entschlossen sich spontan zum Kauf. Einen lauffähigen
DB 605 Motor hatte der Initiator bereits. Beim näheren Hinsehen stellte sich heraus, dass der Rumpf komplett neu gebaut werden
musste. Lediglich Cockpitteile, die Holmbrücke und weitere Kleinteile konnten verwendet werden. Natürlich waren hierbei auch
Spezialisten aus England und Italien am Werk, die Teile und Komponenten neu angefertigt haben. So kamen die Rohteile des Hinterrumpfes
aus England und das Seitenleitwerk wurde von AERA, die bereits das "Nesthäkchen" restauriert hatten, geliefert. Die Tragflächen wurden neu
bespannt und schließlich kam ein Höhenleitwerk einer bauchgelandeten "Gustav" zum Einbau. In mühevoller Kleinarbeit wurden die
Röhrchen der Kühler gereinigt, konserviert und wieder eingebaut. Die Motorhaube war die einer G-4, obwohl das Team zunächst eine
G-6 hatte aufbauen wollen. Für die G-4 sprachen aber das Fehlen der "Beulen" und die daraus resultierende bessere Sicht nach vorne.
Auch der Kühler ist nicht originalgetreu, denn aus Gründen der Betriebssicherheit hatte man sich für den höheren Kühler entschieden,
wie er in der G-10 zum Einbau kam.
Im Januar 2004 wurde schließlich der DB 605 eingebaut und lief sofort fast störungsfrei. Im Juni begann die Bodenerprobung, die nach einigen
Nachbesserungen mit der Erteilung der Vorläufigen Verkehrszulassung abgeschlossen wurde. Die Flugerprobung übernahm Walter
Eichhorn, der ja auch die G-6 und G-10 der Messerschmitt Stiftung pilotiert. Er erhob sich mit ihr am 23. August 2004 zum Erstflug.
Da dieses Projekt unter absoluter Geheimhaltung durchgeführt wurde, war die offizielle Vorstellung am 8. Oktober in Degerfeld eine
Art Paukenschlag. Stolz präsentierten die Eigentümer bei schönem Wetter ihre Bf 109, die sich später mit ihrem weißen Rumpfband und der leuchtenden
roten 7 zum Vorführflug in die Luft schwang.
Am 16.07.2005 setzte Siggi Knoll nach einem kurzen Flug zur Landung in Albstadt an. Es war der 105. Flug dieser 109. Die Landung
missglückte gründlich, denn das Flugzeug setzte so schräg auf, dass es mit einer Tragfläche Bodenberührung bekam. In der Folge knickte das
Fahrwerk ein, der Motor riss heraus und blieb ein ganzes Stück abseits der verunglückten Maschine liegen. Eine Katastrophe. Der Pilot kam
allerdings ohne Blessuren davon. Nach einem nur kurzen Schock gaben die Eigentümer bekannt, dass sie sich noch einmal an den flugfähigen Wiederaufbau
machen wollten. Der Schaden, so sickerte über ein Flugzeugforum durch, soll zudem auch nicht ganz so schlimm sein, wie er auf den
ersten Blick schien. Dennoch wird dringend Geld für den Wiederaufbau gebraucht. Spenden bitte an: "Wiederaufbau der Me 109", Kto.
1134297991 bei der Sparkasse Zollernalb BLZ 653 512 60. Die Internet-Seite der Besitzer finden Sie in der Kategorie "Links".
(Fotos von diesem Flugzeug befinden sich in der Galerie)
Die Bf 109 mit der Werknummer 163824 wurde 1944, als eine der letzten der Baureihe G-6,
in Regensburg gefertigt. Sie wurde in Puchhof eingeflogen und wurde im Verlauf des Jahres
beschädigt. Zu welcher Einheit diese Maschine gehörte ist bis heute unbekannt. Im Dezember
1944 wurde sie im Reparaturwerk "Ludwig Hansen & Co." umgebaut, was anhand des Vermerks
"M.C.Y. 31.12.1944" nachweisbar ist.
Im Zuge dieser Umbaumaßnahmen erhielt sie eine neue rechte Tragfläche, ein neues
Leitwerksegment und eine geänderte Motorverkleidung.
Das Flugzeug fiel nach dem Krieg den Engländern in die Hände, die das Flugzeug in Eggebek
vorfanden. Von dort ging die Maschine zunächst nach England, schon 1946 allerdings - zusammen
mit einer Me 163 - traf sie als Geschenk in Melbourne ein.
Bis 1954 waren die beiden Warbirds eingelagert, dann kamen sie zur Sammlung des Australian
War Memorial. Über die Geschichte der beiden Flugzeuge waren keinerlei Dokumente vorhanden,
daher lässt sich ihre Identität nur schwer klären.
Aus Platzmangel wurde die Bf 109 zum Preis von 100 Australischen Pfund an einen Fluglehrer
verkauft. Bald darauf kaufte Sid Marshall die Messerschmitt. Nach dessen Tod 1975 erwarb ein
britischer Sammler das seltene Stück für 100000 $ und versuchte es nach England zu bringen.
Australische Exportgesetze setzten diesem Vorhaben aber schnell ein Ende und das Flugzeug
wurde in Sydney eingelagert.
Nach langem Rechtsstreit wurde das Flugzeug 1987 schließlich erneut dem Australian War
Memorial zugesprochen, mit der Auflage es zu restaurieren und der Öffentlichkeit zugänglich
zu machen.
Im Jahre 2002 begannen die umfangreichen Restaurierungsarbeiten, die bis Dezember 2003
abgeschlossen werden sollen. Viel Mühe wurde in die Säuberung und Konservierung des noch
aus Zeiten des 2. Weltkriegs stammenden Anstriches investiert. Weiterhin wurde ein Teil
der Kabinenverglasung erneuert und ein neues Spornrad eingesetzt. Die teilweise radioaktiven
Instrumentenbestandteile wurden ausgebaut und ausgetauscht. Bis auf die fehlende Bewaffnung
ist das Flugzeug also komplett.
Die "Gustav" wird ihren Platz in einer Ausstellung über den Luftkrieg über Europa mit einer
Avro Lancaster, einer Me 262 und einer 8,8 cm Flak 36 finden.
Die 163824 ist weltweit die einzige Bf 109, die noch ihren originalen Anstrich trägt.
(Stand März 2003)
Eine weitere Bf 109 G-6 wird derzeit in Australien restauriert. Die Klärung
der Identität gestaltete sich schwierig. Es war bekannt, dass das
Stammkennzeichen mit "R" begonnen hat und sie Markierungen eines
Technischen Offiziers in einem Geschwaderstab trug. Bekannt war auch, dass sie
auf einem See bei Pskov/Russland notgelandet und 1990 geborgen worden war. Nach
umfangreichen Nachforschungen kam man zur Vermutung, dass es sich um die
Werknummer 410077 handelt, die Ende September bei Erla gebaut wurde und das
Kennzeichen RK + FY erhielt.
Weiterhin bekannt ist, dass im Februar eine von Flak-Splittern beschädigte Bf
109 G-6 auf jenem See notlandete. Da eine Bergung des Jägers durch die
Feindlage unmöglich war beschossen die deutschen Truppen das Flugzeug, ehe es
schließlich im See versank.
Auch die Verbandszugehörigkeit und der Pilot bleiben Spekulationen.
Wahrscheinlich gehörte die Maschine zum Geschwaderstab oder zum Stab der 4.
Gruppe des JG 54.
Derzeit befindet sich das Flugzeug im Besitz von D. Prewett in West
Heidelberg/Australien. (Stand Januar 2002)
Bei einem Übungsflug am 28.05.1944 stürzte die G-6 mit der
Werknummer 163306 "rote 3" in einen See in der Nähe des Flugplatzes Gebbert (heute
Jaworz) ab, wobei der Pilot, Feldwebel Ernst Pleines ums Leben kam. Das Flugzeug
gehörte zur Jagdgruppe West.
Im Juni 1999 wurde die Maschine durch die Flugstiftung "Polnische
Adler" geborgen. Sie befand sich in einem überraschend guten Zustand. Nach
ihrer Restaurierung sollte sie Teil einer Ausstellung der Stiftung werden.
Derzeit befindet sie sich im Besitz des Luftfahrtmuseums in Krakau.