|
Im Jahr 1936 wurde bei Junkers in Dessau der "Jumo 210" entwickelt. Dabei
handelte es sich um einen 12-Zylinder Reihenmotor, bei dem die Zylinder in umgedrehter
"hängender" V-Form angeordnet waren. Der flüssigkeitsgekühlte Vergaser-Motor
trug einen Lader für größere Höhen.
Der "Jumo 210 Da" Motor, wie er in der "Bf 109" der B- und C-Reihe zum Einbau kam lieferte eine
Startleistung von 690 PS.
In der Baureihe "Bf 109 C" kam auch der "Jumo 210 Ga" zum Einbau, welcher durch ein
Direkteinspritzsytem - als erster Motor der Welt - verfügte und so eine Leistung von
730 PS entwickeln konnte.
Um die Flugleistungen der "Bf 109" zu verbessern suchte man einen stärkeren
Motor und fand diesen im "DB 600". Hierbei handelte es sich um eine 1932 begonnene Entwicklung.
Auch er war flüssigkeitsgekühlt und lieferte in der Ausführung "DB 600 A" eine
Startleistung von 800 PS. Wie der "Jumo 210" war auch der "DB 600" ein 12-Zylinder Motor
und mit einem Lader ausgerüstet, verfügte jedoch nicht über ein Einspritzsystem.
Zum Einsatz kam der Motor lediglich in der kleinen "Bf 109 D" Bauserie, da er bereits kurze Zeit
später durch den neuen "DB 601" abgelöst wurde.
|
Bereits im Jahr 1934 nahm man sich den "DB 600" wieder vor und konstruierte ihn
so um, dass er mit einer Einspritzanlage ausgerüstet werden konnte. Bis auf diese Neuerung
und eine geänderte Luftschraubenübersetzung unterschied sich der "DB 601" von seinem
Vorgänger jedoch nicht viel. Wie der "DB 600" war der "DB 601" ein
flüssigkeitsgekühlter 12-Zylinder Motor. Die Zylinder waren auch hier wieder als
hängendes V angebracht.
Zum Einbau kam der "DB 601" in allen Versionen der E-, T- und F-Reihe, sowie der G-Vorserie "G-0".
Der "DB 601" verlieh der "Bf 109" zunächst 1175 PS (DB 601 A und N), dann 1350 PS (DB 601 E).
Die Leistung lies sich kurzzeitig noch steigern, in dem man als Pilot den sogenannten "Schuss"
gab. Dabei wurde ein Gemisch aus Wasser und Methanol in die Kühlung eingespritzt, was dem
Motor etwas mehr Leistung gab.
In der "Bf 109 G"-Serie kam dann der "DB 605", eine konsequente Weiterentwicklung
des "DB 601" zum Einbau.
Die Grundversion des Motors (DB 605 A) lieferte 1475 PS Startleistung. Durch eine
Wasser-Methanol-Einspritzung konnte der "DB 605 AM" für kurze Zeit 1800 PS abgeben.
Der "DB 601 D" lieferte 1435 PS und unterschied sich von den anderen Modellen durch eine
geänderte Übersetzung.
Der "DB 605" rüstete in seiner beinahe unüberschaubaren Zahl von Untertypen und
Variationen nicht nur die gesamte G-Serie aus, sondern auch noch die "Bf 109 K".