Am 23. Juli 1937 begann das VI. Internationale Flugmeeting auf dem Flugplatz Dübendorf bei Zürich. Gemeldet waren 152 Flugzeuge aus 14 Ländern, darunter 40 aus Deutschland. Unter diesen 40 Flugzeugen befanden sich auch die fünf folgenden Bf 109:
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Die beteiligten Bf 109 nahmen an vier Wettbewerben teil:
Geflogen wurde ein Viereckkurs von 202 km Gesamtlänge, aufgeteilt auf insgesamt 4 Runden.
Da die Franzosen ihre Meldungen zurückzogen blieben noch Ernst Udet mit der V-14 und Gardner
(engl.) auf der Percival "Mew Gull" im Rennen. Der Engländer war einverstanden, dass Dipl.-Ing.
Francke mit der V-7 nachträglich zugelassen wurde.
Die V-14 hatte Motorschaden in der ersten Runde und Udet musste ausscheiden. Francke gewann
den Wettbewerb vor dem Engländer.

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Bei der Siegerehrung verzichtete Francke auf seinen 1. Preis zugunsten des Engländers, um dessen sportliche Fairness zu würdigen.
Dieser Wettbewerb sah folgendermaßen aus: Vom Start weg musste eine Höhe von 3000 m über NN
(440 m Platzhöhe Dübendorf) erreicht werden, dann erfolgte der Sturzflug. Das Zielband musste in
einer bestimmten Richtung und einer vorgegebenen Höhe von 100 bis 400 Metern über Grund überflogen
werden.
Dipl.-Ing. Francke demonstrierte der Konkurrenz die Überlegenheit der Bf 109 V-13. Bereits nach
1:45 Minuten hatte er eine Höhe von 3200 m erreicht. Der anschließende Sturzflug mit einem Winkel
von ca 75° war nach weiteren 20 Sekunden beendet. Er hatte dabei mehr als 600 km/h erreicht.
Francke siegte in 2 Minuten und 5,7 Sekunden, mit 17,3 Sekunden Vorsprung auf den zweiten
Deutschen Teilnehmer, Dipl.-Ing. Schürfeld, der mit seiner Hs 123 noch immer fast 10 Sekunden
auf den an dritter Stelle liegenden Tschechen hatte.
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Dieser Wettbewerb bestand aus einem Dreieck. Die Strecke ging von Dübendorf nach
Thun (105 km) und über Bellinzona (125 km) zurück nach Dübendorf (137 km), was
eine Gesamtlänge von 367 km ergab. Neben den beiden deutschen Piloten Udet (Bf 109 V-14) und
Seidemann (Bf 109 V-9) starteten vier Tschechen (Avia B-534) und ein Franzose (Dewoitine 510).
Auch in diesem Wettbewerb musste Udet frühzeitig die Segel streichen, denn nachdem bereits einer
der Tschechen aufgeben musste, brach eine Ölleitung und Udet musste eine Bauchlandung auf
einem Feld hinlegen, bei der die V-14 zerstört wurde. Udet selbst kam mit leichten Verletzungen
davon.
Sieger wurde schließlich Major Seidemann, der auf allen Teilabschnitten der schnellste war und
nach 56 Minuten und 47,1 Sekunden die Konkurrenz auf die Plätze verwies.

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Spannender als die Einzelkonkurrenz gestaltete sich der Wettbewerb im Formationsflug.
Die Deutsche Dreier-Kette lieferte sich mit den Tschechen ein packendes Duell. Die Spannung
kam dadurch zu Stande, dass eine der drei Bf 109 von Beginn an mit starkem Ölverlust zu kämpfen
hatte und dadurch das Tempo der beiden anderen nicht mithalten konnte. Diese mussten - um die
Formation zu halten - die Geschwindigkeit verlangsamen. Dennoch konnten die Deutschen die Führung
halten. Dazu kam auch, dass die Tschechen schließlich auch ein Problem bekamen, denn auf der
Schlussetappe mussten auch sie wegen eines Motordefekts langsamer fliegen.
Die anderen Konkurrenten, insbesondere die jeweils mit Doppelsitzern angetretenen Belgier und
Schweizer, waren chancenlos.
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Das Abschneiden der Deutschen Flugzeuge und Teilnehmer war überragend. Besonders die Bf 109 Piloten gewannen alle
Wettbewerbe, an denen sie teilgenommen hatten. Nur im Alpenrundflug waren die neuen deutschen
Jagdflugzeuge nicht die schnellsten, denn die Dreierkette war auf dieser Strecke - wenngleich sie auch den Wettbewerb
gewonnen hatte - langsamer als der schnellste Mehrsitzer, die ebenfalls deutsche Do 17 M V-1.
Der ultimative Vergleich zu den modernsten Jagdflugzeugen fehlte aber, denn die modernen britischen
Jagdflugzeuge "Hurricane" und "Spitfire" nahmen nicht am Wettbewerb teil.
Die Deutschen Piloten, die nicht gerade das höchste Ansehen besaßen, bemühten sich um ein
freundliches, sportliches und kameradschaftliches Auftreten.
Die Luftwaffe zeigte zwar zweifellos, dass sie beeindruckende Waffen besaß, sie wollte
jedoch durch ihr Auftreten auch deutlich machen, dass niemand diese Waffen als Bedrohung
empfinden sollte.