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Im November 1941 begann bei
Rheinmetall-Borsig die Entwicklung einer Bordrakete für Flugzeuge.
Aus Tarnungsgründen bezeichnete man sie als Rauchzylinder, kurz RZ.
Die theoretischen Grundlagen
waren bereits seit 1937 erarbeitet worden. Ursprünglich sollte die
Waffe zum Beschuss von Bodenzielen verwendet werden, später wurde
jedoch auch ihr Einsatz gegen Luftziele beabsichtigt. Dabei trug die drallstabilisierte
Rakete eine Sprengladung von 190 Gramm. Bei einem Vergleichsschießen
gegen ein MG/FF, welches eine Trefferquote von 26% aufwies, fiel die RZ
65 mit einer Trefferquote von nur 15% durch. Daher kam es auch nur zu einer
kurzen Truppenerprobung im Luft-Boden-Einsatz , unter anderem mit "Bf 109".
Richtig zum Einsatz dürfte diese Waffe allerdings nicht gekommen sein.

Als die Jägerpiloten
1943 feststellen mussten, wie hilflos sie den alliierten Bombern auch trotz
ihrer schweren Bordkanonen gegenüberstanden, untersuchten einige Offiziere
auf eigene Verantwortung, ob sich der 21-cm Nebelwerfer zum Einbau und
zur Verwendung in den Jagdflugzeugen eignete. Dazu montierte man bei der
"Bf 109" und der Focke-Wulf "Fw 190" jeweils ein, bei der "Me 110" jeweils
zwei Abschussrohre unter die Tragflächen. Die Versuche befriedigten
durch ihre Leistungen, denn durch diese Waffe waren die Piloten in der
Lage, den Gegner schon aus 1200 Metern Entfernung zu beschießen.
Dennoch hatte diese Waffe einige Nachteile. Einer bestand darin, dass lediglich
ein Schuss pro Rohr zur Verfügung stand, der andere lag in den Abschussrohren
selbst. Diese brachten dem Flugzeug natürlich Widerstand und kosteten
damit auch Geschwindigkeit und Wendigkeit.
Angetrieben wurden die Raketen
von 18,4 Kilogramm Diglykol-Feststoff, der Gefechtskopf bestand aus 40,8
Kilogramm Pulver. Wie auch die RZ 65 war die Werfergranate 21, wie sie
unabgekürzt hieß, drallstabilisiert.
Sie war die erste Bordrakete,
die deutscherseits eingesetzt wurde. Dies ist umso bemerkens- werter, als
da sie ja von der Truppe entwickelt wurde.
Die Erfolge befriedigten.
Gleich beim ersten Einsatz am 17. August 1943, beim Angriff 376 amerikanischer
Bomber gegen Schweinfurt, erzielten die Piloten einen Teil der 60 Abschüsse
mit der Wgr. 21.