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Das von Rheinmetall-Borsig
entwickelte MG 17 wurde ab 1934 hergestellt. Das Kaliber der Waffe betrug
7,9 Millimeter. Bei einer Länge von 1078 Millimetern betrug das Gewicht
10,2 Kilogramm. Die Schussfolge der Waffe betrug bis zu 1180 Schuss pro
Minute, wobei die Geschosse den Lauf mit einer Mündungsgeschwindigkeit
von 905 Metern pro Sekunde verließen. Die Munitionszufuhr erfolgte
durch einen Metallgurt.
Bei der Messerschmitt Me
109 wurden jeweils 2 dieser Waffen über dem Motor eingebaut, die synchronisiert
durch den Propellerkreis schossen.
Verwendet wurde die Waffe
in beinahe allen Versionen der "Bf 109", lediglich bei einigen G-Versionen
und der "K-6" kamen MG 131 zum Einsatz.
Als Ersatz für das zu
schwache MG 17 entwickelte Rheinmetall-Borsig im Jahre 1938 das MG 131.
Das Kaliber betrug 13 Millimeter, die Länge 1168 Millimeter und das
Gewicht 20,5 Kilogramm. Bei einer Schussfolge von 930 Geschossen pro Minute
erreichte die Waffe eine Mündungsgeschwindigkeit von 750 Metern in
der Sekunde. Wie beim MG 17 erfolgte die Zuführung der 72 Gramm schweren
Patronen mittels Metallgurt. Das Geschoss alleine hatte ein Gewicht von
34 Gramm.
Installiert wurde das MG
131 bei den Ausführungen der G-Reihe ab der "G-5". Hier saßen,
genau wie beim MG 17 je zwei Waffen über dem Motorblock und feuerten
synchronisiert durch den Propeller. Auf die gleiche Art wurden die Waffen
auch in den Mustern "K-4" und "K-6" verwendet.
Beim MG FF/M handelte es
sich um eine Motorkanone mit 20 Millimetern Kaliber. Diese Waffe wurde
in Deutschland in Lizenz hergestellt, entwickelt wurde diese Waffe jedoch
von der Firma Oerlikon in der Schweiz. Die Kanone wog 26,3 Kilogramm und
war 1338 Millimeter lang. Die Schussfolge betrug maximal 540 Schuss pro
Minute, die Mündungsgeschwindigkeit lag bei 700 Meter pro Sekunde.
Eine Patrone brachte 202
Gramm auf die Waage, wobei 134 Gramm auf das Geschoss entfielen. Mitgeführt
wurde die Munition in Magazinen.
Die 1935 bei der Luftwaffe
eingeführte Waffe, veraltete im Krieg jedoch schnell, da ihre Durchschlagskraft
zur Vernichtung der immer schwereren Bomber nicht ausreichte. Zudem litt das MG
FF/M an einigen Krankheiten. Es kam sehr oft zu Ladehemmungen oder
Hülsenreißern, was das Vertrauen in diese Waffe natürlich stark herabsetzte.
Das MG FF/M fand Verwendung in der Bf 109 D, beinahe allen Baureihen der Bf 109
"Emil", sowie der F-0 und F-1. Es wurde sowohl als Motorkanone, als auch als
Tragflächenbewaffnung eingebaut.
1935 hatte die Firma Mauser
das MG 151 entwickelt. Das Kaliber der Waffe betrug hier 15 Millimeter.
Die Waffe wog, bei einer Länge von 1960 Millimetern, 42,7 Kilogramm.
Eine Patrone war 190 Gramm schwer, wobei das Geschoss 72 Gramm auf die
Waage brachte.
Das MG 151 verschoss in
einer Minute maximal 700 Geschosse mit einer Mündungsgeschwindigkeit
von 1040 Metern pro Sekunde. Die Munitionszuführung erfolgte mittels
Gurt.
Die "Bf 109 F-2" besaß ein solches MG 151 im Rumpfbug, welches durch die hohle Propellerachse feuerte. Da auch hier die Schussleistung nicht befriedigte, besonders bei der Schussfolge gab es berechtigterweise Kritik, wurde das MG 151 durch das MG 151/20 ersetzt.
Um die Leistungen des MG 151 zu steigern entwickelte Mauser 1937 eine Ausführung
mit 20 Millimetern Kaliber. Die umkonstruierte Waffe wog nun mit 42,5 Kilogramm etwas weniger,
war auch mit 1710 Millimetern etwas kürzer als das MG 151/15.
Die Mündungsgeschwindigkeit
betrug bei dieser Ausführung 790 Meter pro Sekunde, bei einer Schussfolge
von maximal 750 Schuss pro Minute. Die Munitionszuführung erfolgte
auch hier mittels Patronengurt. Eine der Patronen hatte ein Gewicht von
220 Gramm, das Geschoss alleine wog 115 Gramm.
Bei der "Bf 109" findet man
diese Waffe in den frühen Versionen der G-Reihe als Tragflächenbewaffnung,
ab der Ausführung "G-6" wurde die Waffe jedoch nicht mehr eingebaut.
Auch bei der "Bf 109 K-2" kam das MG 151/20 zum Einsatz, hier allerdings
als Motorkanone, durch die Propellernabe schießend.
Oft wurde das MG 151/20 auch
als Unterflügelbewaffnung eingesetzt. Durch einen Rüstsatz konnte
je ein MG 151/20 in einer Gondel unter jedem Flügel aufgehängt
werden.
Das Auftauchen schwer Bomber
über dem Reichsgebiet machte den Einsatz von schwereren Waffen nötig.
So begann Rheinmetall-Borsig mit der Entwicklung der MK 103, die ein Kaliber
von 30 Millimetern besaß. Die Größe und das Gewicht waren
die Mankos der Waffe, denn sie war 2318 Millimeter lang und wog stattliche
146 Kilogramm. Dagegen waren die Mündungsgeschwindigkeit mit 860
Metern pro Sekunde und die Schussfolge mit 440 Schuss zufriedenstellend.
Eine Patrone dieser Waffe wog 980 Gramm, wobei 530 Gramm auf das Geschoss
selbst entfielen. Transportiert wurde die Munition auch hier mittels Gurt.
Zum Einsatz kam diese Waffe
in einigen "Bf 109 K-8" als Motorkanone. Da es nicht einfach war, die Geschützlafette
in die "Bf 109" einzubauen gab es nur wenige Exemplare mit dieser Waffe.
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Wesentlich häufiger
als die MK 103 dagegen, gelangte die MK 108 zum Einbau. Bei dieser Waffe
handelte es sich ebenfalls wie bei der MK 103 um eine 30 Millimeter Kanone.
Sie war jedoch mit nur 1057 Millimetern Länge und 58 Kilogramm Gewicht
wesentlich kompakter und leichter einzubauen.
Unter dem kurzen Lauf jedoch
litt die Mündungsgeschwindigkeit, die lediglich 520 Meter pro Sekunde
betrug. Dafür lag die Schussfolge, mit 660, später sogar 850
Schuss pro Minute, deutlich höher als bei der MK 103.
Die Geschosse, die die MK
108 verschoss, wogen 330 Gramm, die gesamte Patrone wog 480 Gramm. Zugeführt
wurde die Munition auch hier durch einen Munitionsgurt.
Da sie wesentlich leichter
unterzubringen war, als die MK 103, war auch die Verbreitung der MK 108
größer. So besaßen alle Muster von "G-6" bis G-10" eine
- durch die Propellernabe feuernde - MK 108 als Motorkanone. Auch in den
wenigen gebauten Exemplaren der H-Serie wurde die Waffe in gleicher Weise
eingebaut. Bei den Mustern der K-Serie installierte man die MK 108 auch
teilweise als Flächenbewaffnung. So trugen die "K-6", "K-8" und "K-14"
jeweils eine dieser Kanonen hinter dem Motor und in jeder Tragfläche.
Bei einigen "Bf 109" aus
der G-Serie kam die MK 108 auch als Rüstsatz zum Einsatz. Dabei war
je eine MK 108 in einer Gondel unter der Tragfläche angebracht.