Die Rohrwaffen
der Bf 109

MG 17 MG 131 MG FF
MG FF/M
MG 151/15
MG 151/20
MK 103 MK 108

MG 17:

Das von Rheinmetall-Borsig entwickelte MG 17 wurde ab 1934 hergestellt. Das Kaliber der Waffe betrug 7,9 Millimeter. Bei einer Länge von 1078 Millimetern betrug das Gewicht 10,2 Kilogramm. Die Schussfolge der Waffe betrug bis zu 1180 Schuss pro Minute, wobei die Geschosse den Lauf mit einer Mündungsgeschwindigkeit von 905 Metern pro Sekunde verließen. Die Munitionszufuhr erfolgte durch einen Metallgurt.
Bei der Messerschmitt Me 109 wurden jeweils 2 dieser Waffen über dem Motor eingebaut, die synchronisiert durch den Propellerkreis schossen.
Verwendet wurde die Waffe in beinahe allen Versionen der "Bf 109", lediglich bei einigen G-Versionen und der "K-6" kamen MG 131 zum Einsatz.

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MG 131:

Als Ersatz für das zu schwache MG 17 entwickelte Rheinmetall-Borsig im Jahre 1938 das MG 131. Das Kaliber betrug 13 Millimeter, die Länge 1168 Millimeter und das Gewicht 20,5 Kilogramm. Bei einer Schussfolge von 930 Geschossen pro Minute erreichte die Waffe eine Mündungsgeschwindigkeit von 750 Metern in der Sekunde. Wie beim MG 17 erfolgte die Zuführung der 72 Gramm schweren Patronen mittels Metallgurt. Das Geschoss alleine hatte ein Gewicht von 34 Gramm.
Installiert wurde das MG 131 bei den Ausführungen der G-Reihe ab der "G-5". Hier saßen, genau wie beim MG 17 je zwei Waffen über dem Motorblock und feuerten synchronisiert durch den Propeller. Auf die gleiche Art wurden die Waffen auch in den Mustern "K-4" und "K-6" verwendet.

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MG FF/M:

Beim MG FF/M handelte es sich um eine Motorkanone mit 20 Millimetern Kaliber. Diese Waffe wurde in Deutschland in Lizenz hergestellt, entwickelt wurde diese Waffe jedoch von der Firma Oerlikon in der Schweiz. Die Kanone wog 26,3 Kilogramm und war 1338 Millimeter lang. Die Schussfolge betrug maximal 540 Schuss pro Minute, die Mündungsgeschwindigkeit lag bei 700 Meter pro Sekunde.
Eine Patrone brachte 202 Gramm auf die Waage, wobei 134 Gramm auf das Geschoss entfielen. Mitgeführt wurde die Munition in Magazinen.
Die 1935 bei der Luftwaffe eingeführte Waffe, veraltete im Krieg jedoch schnell, da ihre Durchschlagskraft zur Vernichtung der immer schwereren Bomber nicht ausreichte. Zudem litt das MG FF/M an einigen Krankheiten. Es kam sehr oft zu Ladehemmungen oder Hülsenreißern, was das Vertrauen in diese Waffe natürlich stark herabsetzte.

Das MG FF/M fand Verwendung in der Bf 109 D, beinahe allen Baureihen der Bf 109 "Emil", sowie der F-0 und F-1. Es wurde sowohl als Motorkanone, als auch als Tragflächenbewaffnung eingebaut.

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MG 151/15:

1935 hatte die Firma Mauser das MG 151 entwickelt. Das Kaliber der Waffe betrug hier 15 Millimeter. Die Waffe wog, bei einer Länge von 1960 Millimetern, 42,7 Kilogramm. Eine Patrone war 190 Gramm schwer, wobei das Geschoss 72 Gramm auf die Waage brachte.
Das MG 151 verschoss in einer Minute maximal 700 Geschosse mit einer Mündungsgeschwindigkeit von 1040 Metern pro Sekunde. Die Munitionszuführung erfolgte mittels Gurt.

Die "Bf 109 F-2" besaß ein solches MG 151 im Rumpfbug, welches durch die hohle Propellerachse feuerte. Da auch hier die Schussleistung nicht befriedigte, besonders bei der Schussfolge gab es berechtigterweise Kritik, wurde das MG 151 durch das MG 151/20 ersetzt.

MG 151/20

Um die Leistungen des MG 151 zu steigern entwickelte Mauser 1937 eine Ausführung mit 20 Millimetern Kaliber. Die umkonstruierte Waffe wog nun mit 42,5 Kilogramm etwas weniger, war auch mit 1710 Millimetern etwas kürzer als das MG 151/15.
Die Mündungsgeschwindigkeit betrug bei dieser Ausführung 790 Meter pro Sekunde, bei einer Schussfolge von maximal 750 Schuss pro Minute. Die Munitionszuführung erfolgte auch hier mittels Patronengurt. Eine der Patronen hatte ein Gewicht von 220 Gramm, das Geschoss alleine wog 115 Gramm.
Bei der "Bf 109" findet man diese Waffe in den frühen Versionen der G-Reihe als Tragflächenbewaffnung, ab der Ausführung "G-6" wurde die Waffe jedoch nicht mehr eingebaut. Auch bei der "Bf 109 K-2" kam das MG 151/20 zum Einsatz, hier allerdings als Motorkanone, durch die Propellernabe schießend.
Oft wurde das MG 151/20 auch als Unterflügelbewaffnung eingesetzt. Durch einen Rüstsatz konnte je ein MG 151/20 in einer Gondel unter jedem Flügel aufgehängt werden.

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MK 103:

Das Auftauchen schwer Bomber über dem Reichsgebiet machte den Einsatz von schwereren Waffen nötig. So begann Rheinmetall-Borsig mit der Entwicklung der MK 103, die ein Kaliber von 30 Millimetern besaß. Die Größe und das Gewicht waren die Mankos der Waffe, denn sie war 2318 Millimeter lang und wog stattliche 146 Kilogramm. Dagegen waren die Mündungsgeschwindigkeit mit 860 Metern pro Sekunde und die Schussfolge mit 440 Schuss zufriedenstellend. Eine Patrone dieser Waffe wog 980 Gramm, wobei 530 Gramm auf das Geschoss selbst entfielen. Transportiert wurde die Munition auch hier mittels Gurt.
Zum Einsatz kam diese Waffe in einigen "Bf 109 K-8" als Motorkanone. Da es nicht einfach war, die Geschützlafette in die "Bf 109" einzubauen gab es nur wenige Exemplare mit dieser Waffe.

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MK 108:

Wesentlich häufiger als die MK 103 dagegen, gelangte die MK 108 zum Einbau. Bei dieser Waffe handelte es sich ebenfalls wie bei der MK 103 um eine 30 Millimeter Kanone. Sie war jedoch mit nur 1057 Millimetern Länge und 58 Kilogramm Gewicht wesentlich kompakter und leichter einzubauen.
Unter dem kurzen Lauf jedoch litt die Mündungsgeschwindigkeit, die lediglich 520 Meter pro Sekunde betrug. Dafür lag die Schussfolge, mit 660, später sogar 850 Schuss pro Minute, deutlich höher als bei der MK 103.
Die Geschosse, die die MK 108 verschoss, wogen 330 Gramm, die gesamte Patrone wog 480 Gramm. Zugeführt wurde die Munition auch hier durch einen Munitionsgurt.
Da sie wesentlich leichter unterzubringen war, als die MK 103, war auch die Verbreitung der MK 108 größer. So besaßen alle Muster von "G-6" bis G-10" eine - durch die Propellernabe feuernde - MK 108 als Motorkanone. Auch in den wenigen gebauten Exemplaren der H-Serie wurde die Waffe in gleicher Weise eingebaut. Bei den Mustern der K-Serie installierte man die MK 108 auch teilweise als Flächenbewaffnung. So trugen die "K-6", "K-8" und "K-14" jeweils eine dieser Kanonen hinter dem Motor und in jeder Tragfläche.
Bei einigen "Bf 109" aus der G-Serie kam die MK 108 auch als Rüstsatz zum Einsatz. Dabei war je eine MK 108 in einer Gondel unter der Tragfläche angebracht.

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